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♫ Ab jetzt nehme ich. Keine Rücksicht. Alles Wichtig. Ohne Umweg. Geradeaus.

Freunde.
Was versteht man eigentlich unter Freunde? Jeder definiert den Begriff sowieso anders. Meistens so, wie man es gerade am besten braucht.

Ich zweifle in letzter Zeit sehr stark daran, dass es wirklich noch richtige Freunde gibt. Diese Freunde, von denen so viel erzählt wird, dass es sie gibt.
Mit denen man von der Kindheit bis hin zum Erwachsenenalter die meiste Zeit, die ganzen Höhen und Tiefen verbracht hat.

Von meiner Kindheit sowie Jugend sind keine Freunde übrig geblieben.
Was als Gemeinschaft begann in welcher man zusammen in der Nachbarschaft aufwuchs, endete in der "Auslese". Irgendwann kam man an den Punkt, wo es wichtiger war zu scheinen, statt zu sein.
Nur die Coolen kamen eine Runde weiter.
Ich hingegen, mit den Chucks, den sogenannten "Clown"-Schuhen (die irgendwann übrigens jeder plötzlich trug) und der Rock oder Punk-musikm die durch den Tag träumte und sich gerne mit verschiedenen Dingen beschäftigte, zählte nicht dazu.

Die Schulfreunde.
Was hat man alles während der Schulzeit zusammen erlebt, gefeiert und gelernt. Man sagte sich, wir dürfen uns nie aus den Augen verlieren. Man sagte, wir sind so eine tolle Gemeinschaft geworden, dass wir in 10 Jahren immernoch befreundet sind.
Mittlerweile, 10 Jahre danach, sagt man sich Hallo, führt nen kleinen Smalltalk, beendet diesen mit einem Lächeln und geht weiter.
Was nach der Schule wohl der Grund dafür war, dass wir uns da auseinandergelebt hatten? Vermutlich das Leben, die Berufswelt an sich.

Die Zufallsfreunde.
Man sagt, man solle alles lieber dem Zufall überlassen. Sei es beziehungstechnisch in einer Phase, wo man sich einen Partner wünscht, oder freundetechnisch, wo man andere Leute beobachtet und feststellt, man ist die einzige Person ohne beste Freundin.
Trotzdem stimme ich voll und ganz zu: Unverhoff kommt oft.
Sei es die Beziehung oder die heutigen "besten Freunde". Durch den Zufall kennengelernt, belanglos Dinge unternommen und geredet und mittlerweile feste Ansprechpartner, sowie Personen auf die 100 Prozent Verlass ist.
Das Traurige ist, dass ich dachte, ich hätte 1-2 Leute mehr, die ich zu diesen Zufallsfreunden zählen kann.

Die Hauptfrage ist eigentlich: Was muss man eigentlich tun, um komplett akzeptiert, respektiert und wahrgenommen zu werden?
Reicht es denn nicht in einer Freundschaft eine Person zu sein, die gibt was sie kann, aufrichtig und ehrlich zu sein oder versuchen zu helfen wo es geht?

Anscheinend nicht.
15 Jahre nach der Auslese fühle ich mich gerade heute wieder wie an solch einem Tag - als wär ich wieder 12.
Ich habe das Gefühl, als hört der Kindergarten nie auf. Auch nicht wenn man älter wird. Dabei dachte ich, die Leute begreifen irgendwann mehr, oder lernen einen mehr zu schätzen. Oder vergessen endlich mal diese Obeflächlichkeit und hören auch endlich mal auf immer nur selbstgerecht zu sein.

Und hier nun die Erkenntnis des Tages:
Man kann sich auf niemanden verlassen, außer auf sich selbst. Von den Leuten, von denen man dachte, sie sind enge Freunde, von denen man dachte, sie seinen aufrichtig und ehrlich, von denen man dachte, sie gönnen ihren Freunden gute Dinge. Diese Leute sind genau das Gegenteil von dem, was man dachte.
Und es ist traurig zu wissen, dass es keinen Grund dafür gibt so zu sein.

Und somit ein kleiner Tip am Rande:
Die Freunde, die aufrichtig und ehrlich sind, die Dir was gönnen und auch gerne mal zurückstecken damit es Dir gut geht und nicht gleich neidisch werden, wenn Du etwas besser machst, kannst oder bist. DAS sind die Freunde, die Dich dein Leben lang begleiten sollten.

Alle anderen braucht man nicht.
20.10.16 00:06


♫ Abay - Signs

Manchmal verfallen wir in alte Muster.
Spätestens, wenn wir bemerken, dass die Zeit davonrennt, wir immer älter werden und immer mehr hinter uns gelassen haben.
Durch die alten Muster versuchen wir auf unsere eigene Art und Weise nochmal ein kleines Stück von Momenten oder Dingen zu bekommen, die heute aus verschiedenen Gründen fast unmöglich sind.
Trotz dem immer gleichen Alltag, den wir leben, schauen wir zurück und bemerken wie sehr sich alles verändert hat.
Wir sind so sehr damit beschäftigt, der Zeit und unseren Zielen hinterherzurennen, dass wir oft vergessen die Gegenwart bewusst wahrzunehmen.

Im Grunde genommen sind es alte Muster, die uns früher begleitet und uns gut getan haben.
So wie das Aufschreiben von Gedanken auf diesem Blog.
Ich schreibe. Ich lasse es wieder. Dann merke ich, dass ich doch gerne meine Gedanken rauslassen will. Also schreibe ich wieder.

Reden ist immer schwierig.
Mitterweile gibt es nur noch wenig Leute im Umkreis, die aufrichtig, ehrlich und interessiert zuhören, wenn man ihnen etwas erzählt.
Die Oberflächlichkeit steigt immer mehr. Ein kurzes "Hi, na alles klar? Ja cool, bei mir auch" und über den aktuellen Lebensstand austauschen, was wohl beruflich aus uns geworden ist, sind zur Zeit die gängigsten Gespräche, wenn ich beschlossen habe, mich abends unter die Leute zu mischen.
Diese Ansichtssache erklärt wohlmöglich, weshalb ich mich in dem Fall um 180 Grad gedreht habe; Was mir früher gute Laune und Spaß bereitet hat, neue Leute kennenzulernen, sich auszutauschen und zu feiern, bringt mich heute nur zum Augenrollen und zu dem Gedanken "Nicht schon wieder die Gesichter und die ganzen Hasengespräche".

Worauf ich eigentlich hinauswill ist der Grund, warum es doch angenehmer ist meinen Gedanken freien Lauf zu lassen, indem ich sie niederschreibe, anstatt darauf zu warten, dass ich mit jemandem darüber rede der mir mal mehr als 50 Prozent seiner Aufmerksamt schenkt.

Ich denke, das ist auch einer von vielen anderen Gründen, warum sich andere auch oft unverstanden fühlen.
Jeder ist nur noch so sehr mit sich selbst beschäftigt, sodass die Menschen oder Dinge um uns herum nicht mehr wirklich wahrgenommen werden.
Dabei sind es doch die Menschen, die uns ein Leben lang begleiten.

Jedenfalls fällt mir das Schreiben leichter. Über Gefühle oder Gedankengänge zu sprechen ist immer schwierig. Meistens wurde mir alles, was ich bisher groß von meinen Gedanken preis gegeben habe, zum Verhängnis. Sei es in Form von vertrauten Dingen, die im Endeffekt doch jeder mitbekommen hat oder von Ausnutzen meiner verletzlichen Seiten.
Oder ich fühle ich schlecht, wenn Andere selbst viel um die Ohren haben, diese dann noch mit meinen Dingen zu "belästigen".

Es gibt viele Dinge, die mich beschäftigen.
Und ich glaube, ich kann es über Worte auch gar nicht so fassen, dass es nicht so klingt als wäre ich depressiv - Was ich nicht bin.

Doch natürlich werde ich älter. Und - wie jeder andere auch - erlebe ich Verluste, Höhe und Tiefen, mit denen ich - wie jeder andere auch - irgendwie umgehen muss. Jeder hat eben seine eigene Art und Weise dies zu tun.

Es gibt also viele Dinge, die mich beschäftigen.
Das Älter werden.
In drei Jahren bin ich 30. Ich selbst bin froh, dass ich halbwegs für mich selbst sorgen und mich gerade so einmal pro Woche aufraffen kann, um meine 50 qm2-Wohnung zu putzen. Job-mäßig fühle ich mich noch nicht wirklich angekommen und beziehungstechnisch erst recht nicht. Die Leute fragen mich nach Heirat und Kinder - dabei fühl ich mich selbst noch wie ein Kind. Ich dachte immer, Mitte 20 bin ich eigenständig, erwachsen, verdiene gut Geld, kann mir vieles leisten und ein gutes Leben aufbauen.
Irgendwie ist alles nicht so, wie ich es mir damals für heute vorgestellt habe.
Wie kann ich über Heirat und Kinder sprechen, wenn mein Partner nach 1 1/2 Jahren Beziehung noch nicht sagen kann, ob es so eine Liebe ist, bei welcher man sich solche Dinge vorstellen kann?!
Wie kann ich nach 2 1/2 Jahren festem Berufsstand ein finanziell gutes Leben aufbauen, mit Rücklagen oder ähnlichem?!
Wie kann ich wissen, ob ich überhaupt Kinder will?
In der heutigen Welt, wo unsere jetzige Generation schon später kaum bis gar keine Rente mehr erhalten wird, wo die Leute sich unnötigerweise bekriegen, rücksichslos und egoistisch denken weil sich jeder nur noch für sein eigenes Wohl sorgt und das Geld, das woanders dringender zu gebrauchen wäre, für die Erschaffung von Bomben rausgeschmissen wird, um die Welt, in der wir Leben, mutwillig zu verschmutzen und zu zerstören.

Eigentlich sollten wir uns keine Gedanken über solche Dinge machen, schließlich klingen sie nicht gerade positiv und könnten demnach schnell schlechte Stimmung verbreiten. Aber warum verbreiten sie schlechte Stimmung? Weil es stimmt - und jeder weiß, dass es stimmt. Umweltverschmutzung ist nicht erst seit gestern ein großes Thema. Und doch wirft jeder sein Müll irgendwo hin. Und doch blasen wir den Zigarettenrauch in die eigentlich so schöne reine Luft. Und doch gibt es immer mehr unnötig in Plastik verpackte Dinge, auf die wir gut verzichten könnten. Und und und.
Wie viel Leute gibt es, die immer wieder 15 cent für eine Plastik-Tüte bei H&M bezahlen?!
Denkt man auch mal darüber nach, warum die meisten Konzerne nachziehen und für die Tüten nun Geld verlangen?
Und da wären wir wieder beim Thema. Das ist den meisten Menschen einfach egal. Jeder guckt nur noch auf sich selbst. Keiner darf zu kurz kommen. Oder "mich betrifft das ja in dem Moment nicht".
Einfach nicht angesprochen fühlen. Dann rettet sich alles bestimmt von alleine.

Der Nachteil am Schreiben ist eindeutig: Man schweift zu schnell ab!
Beim Älter werden war ich stehen geblieben.
Man merkt immer mehr, was wirklich zählt. Man muss nicht mehr jedes Wochenende aus dem Haus und unter Menschen.
Mittlerweile, und wie vorhin schon erwähnt hatte ich nie die Art dafür, bin ich gerne alleine zu Hause und beschäftige mich mit mir selbst. Sei es mit einem Serienmarathon, Dekoration oder mal wieder Umstellen der Möbel - ich sitze Mittags mit Freunden zusammen und innerlich freu ich mich darauf, später nach Hause zu kommen und alleine zu sein.

Das Unterhalten mit "Freunden" war auch mal spannender. Ich weiß nicht, ob es sich verändert, oder ob ich mich in der Hinsicht verändert habe.
Die Geschichten sind immer gleich. Es dreht sich nur noch um die Arbeit, Training oder um die Kinder. Die Leute erleben nichts anderes mehr. Es ist wirklich selten, wenn mir jemand mal etwas wirklich Spannendes erzählen kann.
Es interessiert mich einfach nicht mehr, was bei anderen auf der Arbeit abgeht. Vor allem nicht, wenn es jedes mal dasselbe ist und es mir erzählt wird, als wäre es das erste Mal.
Wo sind die tiefgründigen Gespräche von damals hin? Ich erinnere mich, wie ich mit vielen bis spät nachts da gesessen und geredet habe, über alles Mögliche.
Und heute?! Wenn ich heute ein ernsthafteres Gespräch anfange werde ich gar nicht erst beachtet oder das Thema wird kurz angeschnitten damit man höflicherweise kurz darauf eingegangen ist und dann ist die Aufmerksamkeit aber wieder weg.

Wo ist die Offenheit von damals? Wo sind die Umgangsformen von damals? Wo sind die Antworten, die ich für meine Zukunft brauche? Wo ist die Tiefgründigkeit geblieben? Wo sind die Leute, die sich noch wirklich Gedanken über verschiedene Dinge machen?

Ich würde gerne auch einfach mehr Dinge verstehen. Ich würde gerne verstehen, wie man sich für manche Dinge entschließen kann, die nicht angenehm sind. Ich würde gerne verstehen, was uns dazu gebracht hat, dass wir nicht mehr wirklich über Gefühle reden können. Ich würde gerne verstehen, warum die Gesellschaft uns von klein auf vorgibt, ab wann wir reif für verschiedene Dinge sein, wie wir idealerweise aussehen und uns verhalten sollen. Ich würde gerne verstehen, warum so viele Menschen so unzufrieden mit ihrem Leben sind, wobei sie doch eigentlich alles haben was sie brauchen. Ich würde gerne verstehen, warum ein Teil der Weltbevölkerung am Verdursten ist, während ein anderer Teil das Wasser zum Spielen benutzt oder den abgestandenen Rest aus der Flasche wegschüttet.
Ich würde gerne verstehen was, denke ich, kein Mensch versteht.

Das hier ist alles was wir haben. Und das hier ist alles was wir brauchen.
So viel zu meinem "Ich-habe-seit-drei-Jahren-nichts-verfasst-und-verfasse-dafür-nun-einen-halben-Roman"

Und somit der Vorteil vom Schreiben: Kopf frei.
10.10.16 02:45


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